Waldkindergarten Aidlingen e.V.
Waldkindergarten Aidlingen e.V.

September 

 

 

Nach drei Wochen Sommerferien sind wir mit viel Energie und Vorfreude in ein neues Kindergartenjahr gestartet.

Was das Wetter anbelangte, waren wir noch nicht wirklich im Herbst angekommen. Bis Ende des Monats September schien die Sonne noch mit sommerlicher Kraft vom Himmel.

 

Mit dem Start in eine neues Kindergartenjahr konnten wir auch wieder neue kleine Wichtel in unserer Runde willkommen heißen: Charlotte, Joni, Marie und Lio sind nun bei unseren täglichen, großen und kleinen Abenteuern, mit von der Partie. Schön, dass ihr da seid!

 

 

Gleich in der ersten Kindergartenwoche bekamen wir Besuch. Zum Morgenkreis rollte ein Transporter auf den Platz, zusammen mit vielen Menschen und einem Hund. Alle zusammen gehörten zur ASN Nagold. Die Abkürzung steht für Aktive Selbsthilfe Nagold. Ebenso war unsere Bürgermeisterin Frau Österle gekommen, da sie Kurt Brei und die ASN aus ihrem Heimatort Nagold gut kennt und die Arbeit des Vereins einmal live erleben wollte.

 

Das Team um Kurt, der seit seinem 16. Lebensjahr erblindet ist, baute an unserem Platz einen großen Parcours auf, in dem wir im Laufe des Vormittages selbst ein wenig erleben konnten, wie es sich anfühlt, nicht sehen zu können. Kurt absolvierte mit seinem Hund den Parcours als Erster und wir konnten bestaunen, wie fantastisch Lando seinen Menschen führte, ihn sicher durch die Hindernisse leitete. Wir waren sehr berührt und beeindruckt - die beiden sind ein wunderbares Team.

 

 

 

Mit einer Augenmaske durfte dann auch jedes Kind und jeder Erwachsene, den Parcours durchlaufen. Nicht mit Lando an der Seite, sondern einem menschlichen Begleiter. Außerdem gab es Stationen, an denen wir blind Gegenstände ertasten, oder Düfte „erschnuppern“ durften. Es war ein ganz besonderer Vormittag den wir mit Kurt, Lando und den Ehrenamtlichen des ASN erleben konnten. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für den Besuch. 

 

 

 

Im September beginnt für uns die Erntezeit und so konnten wir, wie schon in den letzten beiden Jahren, auf einem der Kartoffelacker des Waldeckhofes, die liegengebliebenen Kartoffeln aufsammeln. Der Himmel war fast wolkenlos, die Sonne schenkte herbstliche Wärme, ein wunderbarer Tag. Schnell waren unsere mitgebrachten Beutel gefüllt und nebenbei wurde bereits überlegt, was Zuhause aus den Kartoffeln zubereiten werden könnte: Kartoffelbrei, Kartoffelsuppe, Pommes, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat … Bei all den guten Ideen haben wir Hunger bekommen. Und dieser Hunger wurde nach einem kleinen Spaziergang über die Felder, unter einem großen Birnbaum gestillt. Vesperdosen ausgepackt und los ging das Picknick im Sonnenschein.

 

 

 

 

Anschließend wanderten wir weiter, vorbei an der alten Grubbank, bis zum Spielplatz an der Tauschfeldstraße. Dort konnte, bis zur Abholzeit, noch nach Herzenslust, gerutscht, geklettert, geschaukelt und gebuddelt werden. Die Kartoffeln, die die Großen gesammelt hatten, werden wir uns dann, im Laufe des Herbstes, bei einem Kartoffelfeuer schmecken lassen. 

 

Auch unser Waldspielkreis in die Herbstrunde gestartet. Immer montags von 9:30 bis 11 Uhr werden nun bis Mitte November, kleine Wichtelchen den Nächstenwald erkunden. Der Spielkreis richtet sich an Familien, die Interesse an einem „etwas anderen Spielkreis“ unter freiem Himmel haben. Kinder ab ca. 2 Jahren, selbstverständlich in Begleitung von Mama, Papa, Oma, Opa …, können, wie die großen Waldwichtel des Waldkindergartens, den Wald erleben und entdecken: Es wird am Waldboden gespielt, gesungen, gemeinsam gegessen und den kleinen Geschichten von Zwergen und Tieren gelauscht. In der vergangenen Woche entstanden lustige Tongesichter an den Buchenbäumen, dekoriert mit allem, was im Wald gerade zu finden ist. In den Wintermonaten legt der Spielkreis eine Pause ein, bevor dann im März der Frühlingswald erlebt werden kann.

 

 

 

Wir Waldwichtel genossen die warmen Septembertage sehr, wohl wissend, dass der kühle Herbst, mit Wind und Regen sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Noch können wir in dünnen Shirts durch den Wald und über die Wiesen springen, bald werden wir wieder mehrere Schichten Kleidung benötigen. Aber die gute Waldwichtellaune lassen wir uns dadurch selbstverständlich nicht verderben!

 

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