Waldkindergarten Aidlingen e.V.
Waldkindergarten Aidlingen e.V.

März 

Welch wunderbares Frühlingswetter begleitete uns durch die erste Märzwoche. Wir Waldwichtel haben die sonnigen Tage sehr genossen. Im Wald konnten wir die ersten Buschwindröschen entdecken, am Bauwagenplatz Gänseblümchen und die Zitronenfalter flatterten lustig über die Wiesen. Und so fand bei uns gleich mal ein „Fahrzeugtag“ statt. An diesem Morgen rollten alle Waldwichtel mit Fahrrädern und Laufrädern auf den Platz. Den Holzweg, der derzeit für den Verkehr gesperrt ist, konnten wir hervorragend zum Fahren nutzen. Oder eine große Runde im Nächstenwald drehen.

 

 

Wir beendeten die erste herrliche Frühlingswoche mit einem Popcornfeuer und Bilderbuchkino. Ja, Popcorn lasst sich ganz einfach, in einer dafür vorgesehenen Popcornpfanne, über dem offenen Feuer produzieren. Anschließend präsentierte uns Regina, als „Bilderbuchkino“, die Geschichte von „Peter und der Wolf“ und mit den Popcornbechern in der Hand, fühlte es sich fast an wie in einem richtigen Kino. Herrlich! Wir hoffen, und ihr ganz bestimmt auch, dass uns die Frühlingssonne, nach den vielen nassen Tagen, noch ein Weilchen erhalten bleibt.

 

 

 

Jedes Jahr im März schnappen wir unsere Mülllzangen, ziehen Arbeitshandschuhe über und ziehen mit einem Bollerwagen los, um in den Hecken rund um unseren Bauwagenplatz den Müll aufzusammeln. Und jedes Jahr ist am Ende dieses Kindergartentages der Bollerwagen gefüllt mit allerhand Unrat, der in der Natur eigentlich nichts verloren hat: Viele Flaschen, Plastikmüll, ein Schuh (den sicher ein Fuchs vor langer Zeit einmal von einer Terrasse stibitzt hat), Metall, Dosen und sogar einen kompletten, großen Müllsack, voller Restmüll. Am Ende des Tages nahmen unsere Eltern den gesammelten Müll mit, um ihn mit uns zu entsorgen. So können auch wir Waldwichtel ein bisschen dazu beitragen, dass die schöne Natur rund um unseren Platz sauber bleibt und die Tiere nicht zu schaden kommen.

 

 

Immer wieder gerne unternehmen wir, einen Ausflug auf den Venusberg. Vom Wanderparkplatz nahe Lehenweiler, wanderten wir zu unserem Rastplatz, dort wo eine große Schnecke aus Steinen am Boden zu finden ist. Ein wunderschönes Plätzchen mit  herrlich viel Spielraum rundherum. Nach dem Essen ging’s dann, wie jedes mal, auf die Tour zu den drei Ruinen, die noch aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Heute sind sie sehr schöne, verwunschene Plätzchen, die zum Erkunden einladen. Ein perfekter, abenteuerlicher Kindergartenvormittag, wie wir ihn lieben, denn der Venusberg ist immer wieder ein Besuch wert.

 

 

Im Monat März unternahmen wir auch einen Ausflug nach Stuttgart ins FITZ. Das Figurentheaterzentrum liegt mitten in der Stadt und mit der S-Bahn ging’s ab Gärtringen los. Ein kurzer Spazierweg durch das trubelige Stuttgart, dann waren wir am Ziel. Das Stück „Karussell“ hat uns begeistert. Ein aufregender Tag in der großen Stadt, so ganz anders als Deufringen und Dachtel. Und der eine oder andere Waldwichtel ist auf der Fahrt zurück nach Gärtringen eingeschlafen - so viele Eindrücke.

 

 

Nach fünf Jahren bei den Waldwichteln, sagt Helen „Tschüss“ und wir müssen sie, schweren Herzens, ziehen lassen. Helen möchte noch einmal die Schulbank drücken und ein Studium beginnen. Und so hieß es vergangene Woche Abschied nehmen. Wir hatten einen schönen letzten Tag, mit vielen Überraschungen, vorbereitet und das Wetter war zum Glück besser als erwartet. Alle Eltern waren eingeladen, den ganzen, oder einen Teil des Vormittages mit Helen und den Waldwichteln zu verbringen und alle sind, früher oder später, mit von der Partie gewesen. 

 

 

Gleich nach dem Morgenkreis gab es ein Kaspertheaterstück, dass wir uns speziell für ihren Abschied ausgedacht hatten, und Helen selbst, als "Puppe“, mitgespielt hat. Diese „Helen Figur“durfte sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen. 

 

 

 

Auch wir wurden von Helen reich beschenkt und bekamen einen König für unsere Kasperlfiguren Sammlung und eine wunderschöne, selbst gebaute und bemalte Bank für unsere Terrasse. So werden wir uns immer an sie erinnern. 

 

 

Zum Abschluss des Tages gab es noch ein Pfannkuchenfeuer und fast bis zum Ende des Kindergartentages blieb es von oben trocken. Jedoch flossen bei den Großen viele Tränchen und wir sagen an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für die fünf tollen Jahre, die wir mit Helen im Nächstenwald verbringen durften. Wir werden sie sehr vermissen und freuen uns über jeden Besuch!

 

Zum Start in die Osterwoche hatten wir wieder einmal Besuch von Martina mit ihrem Hund Lilly - ein weiters mal „Hundeprojekt“ stand an. 5 Waldwichtel durften mit Lilly einen Parcours aus Hürden und Tunnel absolvieren. Wir haben uns Hund Lilly ganz genau angeschaut: die Pfoten mit den starken Krallen, haben die 42 Zähne gezählt, die sogar Knochen durchbeißen können. Haben die Ohren genau betrachtet und gehört, dass der Schwanz des Hundes „Rute“ heißt. Dann ging’s um die Supernase des Hundes. Lilly bewies uns, wie fantastisch Hunde riechen können. Lilly findet nicht nur Leckerlis in Windeseile, nein, sie erschnüffelt auch Kinder, die sich in der Nähe versteckt haben. Am Ende gab es für jeden Waldwichtel eine „Medaille“ mit dem Hinweis: Ich bin ein Hundeprofi.

 

 

Und dann stand natürlich auch das Osterfest direkt vor der Tür. Leider war die Osterwoche wieder ausgesprochen kalt und winterlich.Und so haben wir die Osterwerkstatt in die Häusern zweier Familien verlegt. Im Morgenkreis wurde gesungen und im Nächstenwald ein großes Nest für den Osterhasen gerichtet.

 

 

In diesem Jahr haben wir den „Wurzel Dittrich Platz“ als den genau richtigen Ort für ein schönes Nest auserkoren. Aus Stöcken, Moos und Buschwindröschen wurde es mit viel Liebe gestaltet. Johann hat noch ein Stück Karotte aus seiner Vesperdose gezaubert und als kleines Dankeschön und Stärkung für den Osterhasen dazu gelegt. Ein Zettel mit dem Hinweis auf die Karotte wurde auch noch platziert und damit der Osterhase das Nest auch ganz sicher findet, haben wir Pfeile aus Stöcken und Fichtenzapfen auf den Waldweg gelegt. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. 

 

 

Und tatsächlich, am nächsten Tag war das Nest gefüllt mit bunten Eiern und Schokolade, und die Freude riesig. An der Karotte hat der Osterhase übrigens tatsächlich geknabbert, das konnten wir an den Bissspuren deutlich erkennen.

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