Waldkindergarten Aidlingen e.V.
Waldkindergarten Aidlingen e.V.

Juli 

 

 

 

Ein Sommermonat, der es in sich hatte ist zu Ende.

Der Juli schenkte und im Übermaß, was man sich von ihm wünscht: Jede Menge Sonnenstunden. Zum Glück haben wir den Nächstenwald, der uns an solch heißen Tagen Schatten spendet und den Bach bei Gechingen, an dem es sich herrlich planschen lässt.

 

 

Gleich zu Beginn des Monats gab es zwei Aktionen, von denen es zu berichten lohnt. Zum einen waren wir wieder einmal auf dem Ochsenplätzle oberhalb von Dätzingen. Treffpunkt war an diesem Morgen der Spielplatz am Dätzinger Schloss, wo es zuerst einmal viel Spaß gemacht hat, mit der Seilbahn hin und her zu schwingen, zu klettern und zu schaukeln. Dann ging es, in zwei „Fuhren“, in Tobi's Pickup, eine Station höher, zu einem kleinen Wanderparkplatz, um von dort zum Ochsenpläzle zu wandern. Ein herrlicher Sommertag, nicht mehr so warm, wie in den 14 Tagen zuvor - einfach toll. Das Ochsenplätzle ist ein wunderbarer Spielort mit schöner Aussicht und wir hatten einen fröhlichen Vormittag. Es wurde sogar, unter der Anleitung der großen Bärenmädchen, gemeinsam getanzt.

 

 

 

Und zweitens, haben die sieben Bärenkinder, die sich demnächst verabschieden, um in die Schule zu wechseln, ihre “Eichbaumgruppen“ Prüfung mit Bravour absolviert. Seit März haben sie sich, etwa dreimal die Woche, mit dem Thema „Sprache“ beschäftigt: Reimen, mehrere Wörter ergeben einen Satz, es wurden Buchstaben gelernt, es wurde lautiert. Zusammengefasst: sie haben ganz schön viel gelernt, das sie für die Schule gut gebrauchen können. Auf dem Foto könnt ihr die Sieben mit ihren Urkunden sehen. Gratulation!

 

 

Und kurz darauf fand auch der lang ersehnte Bärenabend für die angehenden Schulkinder statt. Wir haben uns sehr auf die tollen Aktionen des Abends gefreut. Los ging es mit der Übergabe des Abschiedsgeschenkes aller Bäreneltern und Bärenkinder an die Waldwichtel und die Erzieherinnen. Eine superschöne, große Tafel, die am Schuppen befestigt und ganz wunderbar zum Malen einlädt. Toll, ganz herzlichen Dank! Dann ging's los nach BB, wo wir am Oberen See zwei Tretboote bestiegen haben und über das kühle Nass gestrampelt sind. Immer wieder vorbei am großen Delfin Springbrunnen, dessen Wassertröpfchen uns an diesem herrlichen Sommernachmittag wunderbar abgekühlt haben. Anschließend gab es ein Eis und wir unternahmen noch einen Abstecher zum angrenzenden Spielplatz. 

 

 

Zum Ausklang des Tages aßen wir Pizza bei Ivona im Sportheim Deufringen und spazierten noch eine schöne Runde durch den dämmrig, ruhigen Nächstenwald. Ein wunderschöner Nachmittag und Abend, den wir alle sehr genossen haben. Noch bleiben uns, zum Glück, ein paar gemeinsame Wochen, und die werden wir allesamt sehr genießen. 

 

 

 

 

 

Gleich zwei heiße Julitage haben wir an unserer Lieblingsbachstelle in Gechingen verbracht. Mit Planschen und Matschen und zum Abschluss Eis. So lassen sich Sommertage gut aushalten.

 

Eine Aktion, die im Sommer bei uns Waldwichteln nicht fehlen darf, ist der Besuch des Haselstaller Hofes. Genau diesen Ausflug haben wir in der vergangenen Woche unternommen. Treffpunkt war am Morgen der ehemalige Grillplatz „Sieben Tannen“, von wo aus wir querfeldein über die gemähten Wiesen zum Hof der Familie Müller wanderten. Dort besuchten wir die Kuhställe und bestaunen die neugeborenen Kälbchen, die allesamt ein „Namensschild“ am Ohr tragen. Und immer wieder sind wir erstaunt, wie viele Namen sich Familie Müller für ihre vielen Kühe ausdenken muss. Wir spielten im angrenzenden Waldstück und warteten dann sehnsüchtig auf den Eisverkauf. Jedes Kind hatte seinen Geldbeutel mit ausreichend Kleingeld dabei und es erforderte wieder mal sehr intensives Nachdenken, um die richtige Entscheidung zu treffen: Welche der köstlichen Eissorten nehme ich?

 

 

 

Nachdem alle Eisbecherchen geleert waren, lauschten wir gespannt auf das nächste Highlight des Tages: Auf Mama Susis Traktor mit Anhänger, mit dem sie uns wieder zum Kindergartenplatz zurück chauffierte. Welch ein großartiges Vergnügen!

Und dann rückte der Abschied der Bärenkindern immer näher und so wurden diese Sieben noch einmal in den Mittelpunkt eines ganzen Kindergartentages gestellt. Im Morgenkreis durften sie stolz ihre tollen Schulranzen präsentieren. Dann wartete bereits die erste Überraschung des Tages: Jedes Bärenkind bekam eine Schatzkarte in die Hand gedrückt, auf der ein besonderer Punkt auf dem Bauwagenplatz markiert war. Diesen Punkt galt es zu finden, um dort ein erstes kleines Abschiedsgeschenk zu entdecken. Flugs hatten alle ihre kleine Tüte, die liebevoll von den etwas jüngeren Igelkindern mit Kirschmotiven bedruckt waren, gefunden und darin ein Erinnerungsfoto entdeckt. Anschließend zogen wir los zum Niederseilparcours, wo nach dem Essen ein Spiel wartete, bei dem es sechs Aufgaben zu erfüllen galt. Es gab ein Schubkarrenrennen, Tätigkeiten mussten pantomimisch dargestellt und von den anderen erraten werden. Es wurden blind Kinder ertastet,  beim Merkspiel war gutes Gedächtnis gefragt … alle Aufgaben wurden selbstverständlich hervorragend gelöst.

 

 

Dann, endlich, kam der Höhepunkt des Tages: Der geheime Koffer mit den Portfolios, den Erinnerungsbüchern, durfte gesucht und gefunden werden. Und nun begann das große Schauen und Staunen, „Oh, da war ich noch so klein …“, "Hier waren wir in Stuttgart, im Theater.“  „Hier haben wir Äpfel geerntet.“  So viele Erinnerungen wurden wach gerufen.

Wir werden euch vermissen, liebe Luise, Nea, Lia, Elfi, Cleo, Johann und Mati, aber ihr seid absolut reif für die Schule, da gibt es kein Halten mehr. Kommt uns gerne immer wieder besuchen, wir freuen uns!

 

 

Bevor es für uns Waldwichtel in die Sommerferien geht, gab es noch eine dringende Verschönerungsarbeit zu erledigen. Unsere in die Jahre gekommene Matschküche sollte in einen tollen, langen Werktisch verwandelt werden. Unterstützung bekamen wir hierbei von Papa Roman und Frieda, die ab Oktober ein kleiner Waldwichtel sein wird. Mit jeder Menge Werkzeug kamen die beiden am Bauwagenplatz an und gemeinsam haben wir uns an die Arbeit gemacht. Alte, morsche Bretter entfernt, neue Bretter passend zugesägt. Zuerst mit dem Fuchsschwanz und als die Kraft in den Armen langsam nachließ, kam die Stichsäge zum Einsatz. Spannend. Am Ende wurden alle Bretter wieder gut verschraubt und fertig war das Werk! Die alte Matschküche ist nun ein großer Allzweck- Arbeitsplatz. Auf dem Foto könnt ihr das Ergebnis sehen.

Wir sagen nun Tschüss und melden uns im September wieder mit neuen Geschichten aus dem Nächstenwald!

 

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