Waldkindergarten Aidlingen e.V.
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Waldwichteltagebuch

Januar 2020

Wir starteten in den Wintermonat Januar mit Temperaturen, die sich schon sehr nach Frühling angefühlt haben, obwohl der Winter noch gar nicht so richtig Einzug gehalten hatte. Einen dieser sonnig milden Tage, haben wir am Bauwagenplatz verbracht. Dort sind wir eigentlich nur zwischen 8 und 9 Uhr und zur Abholzeit. Normalerweise ziehen wir nach dem Morgenkreis mit unserem Bollerwagen an einen unserer Rastplätze. Doch Bauwagentage lieben wir sehr, und wir wollen euch an dieser Stelle einmal erzählen, wie wir einen solchen Bauwagentag verbringen: Wir freuen uns,  ausgiebig  in unseren drei Baumhäusern spielen zu können, oder im großen Sandkasten zu buddeln. Wir graben in unserem, inzwischen schon wieder recht groß gewordenen, Erdloch und transportieren Erde mit Schubkarren von A nach B. Und weil die Temperaturen so angenehm waren, wurden die Schnitzmesser ausgepackt und Webrahmen aus dem Regal geholt.

 

 

 

Auch am Riesenwebrahmen wurden eifrig Stoffbahnen durch die Schnüre gefädelt. Nein, langweilig wird  uns nie, es gibt immer was zu tun. Aber ein wenig hoffen wir doch, dass dieser Winter nicht ganz schneelos vorüber geht, denn Schlittenfahren macht uns auch riesig viel Spaß.

Und dann wurde es doch noch ein wenig winterlich, wenn auch ohne Schnee. 

 

 

 

 

Aber der Januar zeigte sich wenigstens ein paar Tage  von seiner frostigen Seite. Das Thermometer kletterte nicht über den Gefrierpunkt. Alle Bäume, Gräser, Sträucher waren mit Raureif bedeckt und da die Sonne vom blauen Himmel schien, sah die Landschaft besonders schön aus. 

 

 

 

 

 

 

Wenn es so frostig kalt ist, dann ist Bewegung angesagt. Und so machten wir uns, ohne den Bollerwagen, auf zum Bach Richtung Gechingen. 

 

 

 

 

Dort lieben wir es Rindenstücke bachabwärts treiben zu lassen und sie am kleinen „Wasserfall“ mit langen Stöcken wieder aus dem Wasser zu angeln. Dani faltete aus mitgebrachtem Papier kleine Schiffchen, die auch mit der Strömung trieben.

 

 

 

 

Vielleicht sollten wir bei nächster Gelegenheit wieder mal eine Flaschenpost auf die Reise schicken? Beim letzten Versuch war die Wasserpost bis in die Enz getrieben und ein freundlicher Finder hatte uns per Post geantwortet. 

 

 

 

Der Rückweg durchs Tal, führte uns vorbei an vielen Mäusegängen und Maulwurfhügeln und  an der Koppel von Familie Schorndorfer. Dort ging es den Schlittenberg hinauf. Bei dieser  Wanderung, blieben allen warm und keiner musste frieren. Sogar Karl, der kleinste Waldwichtel in der Runde, hielt tapfer durch und war doch ganz schön erschöpft, als er, pünktlich zur Abholzeit, wieder am Bauwagenplatz ankam.

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Frosttag entzündeten wir am Morgen ein Feuer am Bauwagenplatz an dem wir, nach einem langen Spaziergang durch den Wald, unsere Vesperzeit abhalten konnten. Wem die Finger zu kalt wurden, konnte sie am  Feuer aufwärmen. Auch auf diese Weise hält man solch frostige Tage problemlos durch.

 

 

 

 

 

 

 

Im  Januar gab es bei uns Waldwichteln einige Geburtstagskinder. Direkt nach den Weihnachtsferien, konnten wir mit dem Feiern beginnen. Lion war das erste Geburtstagskind. 

 

 

 

 

Wie immer durfte er die Geburtstagskrone tragen und sich an seinem Ehrentag im speziellen Geburtstagsbollerwagen durch den Nächstenwald ziehen lassen. In der Vesperzeit wurde der Geburtstagsplatz für ihn gerichtet:

 

 

 

 

Ein (Holz)Kuchen mit (Holz)Kerzen, das Geburtstagsgeschenk (in diesem Kindi Jahr ein Jacken-Karabiner für den Rucksack) und die Glücksseifenblasen standen auch bereit. 

 

 

Dann wurde für Lion gesungen, und, da er fünf Jahre alt wurde, ließen ihn Dani und Lukas 5 Mal hochleben. Lions Eltern hatten als Geburtstagsüberraschung eine Suppe vorbereitet, die wir zur Mittagszeit auf dem Gaskocher aufwärmten und uns gemeinsam schmecken ließen. Anschließend war natürlich noch Kasper Theater Zeit: Kasper und Seppel wollten auch einmal Suppe kochen, als Überraschung für die etwas kränkliche Großmutter, aber, ihr könnt es euch denken, ging dabei so einiges schief. 

 

 

 

 

 

 

 

Und da es im Januar noch drei weitere Geburtstagskinder gab, nämlich Frida, Lukas und Damian, hatten wir im Laufe des Januars noch einiges zu feiern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann waren wir auch noch besonders sportlich unterwegs. Während die Drei- und Vierjährigen Waldwichtel am letzten Freitag des Monats in der Turnhalle gerannt, 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geklettert, gehüpft sind, verbrachten die Fünf- und Sechsjährigen den Vormittag an der Kletterwand. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der S-Bahn ging es von Gärtringen nach Böblingen. Umsteigen in die Schönbuchbahn, noch ein kurzes Stück gefahren, und dann war das Pink Power auch schon in Sichtweite. Die Kletterlehrerin Sandra,  ließ uns zum Warmwerden, erst einmal quer  an einer Wand entlang kraxeln, bevor wir Klettergurte anlegten und gesichert wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt ging es senkrecht nach oben, soweit, wie sich jeder Einzelne traute. Amos erwies sich wieder einmal als „Kletterkönig“. Er bezwang die 10 m hohe Wand insgesamt sechsmal, ganz nach oben, bis an die Decke. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das „wieder herunter kommen“, kostete vielen von uns  größere Überwindung – die Hände von der Wand nehmen und sich ins Seil fallen lassen – gar nicht so einfach. Aber wir waren uns am Ende einig: Es hat super viel Spaß gemacht und alle waren mächtig stolz auf ihre Leistungen. Dann ging es zu Fuß weiter zum Spielplatz am Oberen See und schließlich durch die Stadt zum Bahnhof und mit der Bahn zurück nach Gärtringen.

 

 

 

Jetzt sind wir gespannt, ob uns der Februar noch ein wenig Schnee schenkt, denn wenigstens einmal Schlittenfahren wäre super!

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